Kunst in der Verfolgung
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Kunst in der Verfolgung
"Entartete Kunst"- Ausstellung 1937 in München
Die "Entartete Kunst" - Ausstellung, die 1937 zum ersten Mal in München zu besichtigen war, entstand aus der Rassenlehre Hitlers. Es wurden Bilder ausgestellt, die die Nationalsozialisten beschlagnahmt hatten, da sie negative Malereien zum Krieg, Expressionismus oder jüdische sowie "unterrassige" Merkmale beinhalteten.
Eindeutige Merkmale zur Bestimmung von "entarteter Kunst" gab es jedoch nicht. Unter den Künstlern, deren Kunstwerke beschlagnahmt wurden, waren Otto Müller, Ernst Barlach, Meister des "Bauhauses" (Schlemmer, Klee, Feininger, Kandinsky) und Mitglieder der "Brücke" (Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Nolde), sowie Mitglieder des "Blauen Reiters" (Marc, Kandinsky, Jawlensky, Macke) und auch Ausländer wie Chagall, Picasso, Corinth u.A.. Insgesamt waren 1400 Künstler von der fixen Idee Hitlers gebrandmarkt und mussten mit ansehen, wie man ihre Werke, insgesamt waren es 5281, aus ihren eigenen Ausstellungen entfernte und in die "Entartete Kunstausstellung" brachte. Obwohl diese Ausstellung in heutiger Sicht eine negative Ausstrahlung besitzt, war sie in damaliger Sicht durch ihre Moderne die wohl "erfolgreichste" Ausstellung aller Zeiten mit über 2 Mio. Besuchern!
Nach München war die Ausstellung noch in Berlin, Leipzig, Düsseldorf und Frankfurt am Main zu besichtigen. Hitler hat mit allen Mitteln versucht die Ideologie des Ariers zu verbreiten und schaffte dies sogar bis in die künstlerische Freiheit, die man nun nicht mehr als diese bezeichnen konnte!

